Kultur-Labore stellen Weichen für 2027
Regionales Gremium bringt neue Projekte auf den Weg und beschließt die zukünftige Ausrichtung der Kultur-Labore Merzig-Wadern
Wie können Kultur und Beteiligung im Landkreis Merzig-Wadern langfristig gestärkt werden? Welche Ideen aus der Region haben das Potenzial, Menschen zusammenzubringen und neue Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe zu schaffen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Regionale Gremium der Kultur-Labore Merzig-Wadern bei seiner Sitzung am 20. August 2026 im Mehrgenerationenhaus am Seffersbach in Merzig.
Das Regionale Gremium ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur-Labore. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen beraten gemeinsam über die Entwicklung des Programms, diskutieren Projektideen und entscheiden über die Vergabe von Fördermitteln. So entsteht ein Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven aus der Region zusammenkommen und aus Ideen konkrete Projekte werden können.
Vom konkreten Projekt bis zur langfristigen Strategie
Bei der Sitzung wurde zunächst auf die laufenden Aktivitäten der Kultur-Labore geblickt. Gleichzeitig ging es bereits deutlich um die Frage, wie sich das Programm in den kommenden Jahren weiterentwickeln soll.
Ein Beispiel dafür ist „HEIMAT:erzählt“. Das gemeinsam mit der Kulturstiftung Merzig-Wadern und dem Kreiskulturzentrum Villa Fuchs entwickelte Projekt verbindet Kultur, Geschichte und regionale Identität. Mit dem Projektteil „Seitenblicke“ soll noch 2026 ein erster Baustein umgesetzt werden. Das Regionale Gremium gab dafür einstimmig grünes Licht. Der für 2027 geplante Teil „Zeitenblicke“ soll anschließend weitere Perspektiven auf die Geschichte und Gegenwart der Region eröffnen.
Auch mit der Förderung der „Saarland Skateboard Meisterschaft“ setzt das Gremium ein Zeichen für kulturelle Vielfalt und neue Formen von Teilhabe. Das Projekt erhält 2.000 Euro aus dem Kleinprojektefonds.
Besonders wichtig für die weitere Entwicklung der Kultur-Labore war die Beschlussfassung über die Gesamtkonzeption für 2027. Die zukünftige Struktur soll die bisher gesammelten Erfahrungen aufgreifen, Schwerpunkte klarer bündeln und gleichzeitig Raum für neue Ideen aus der Region lassen. Das Regionale Gremium stimmte der Konzeption und dem Kosten- und Finanzierungsplan einstimmig zu.
Die Sitzung zeigt damit, wofür die Kultur-Labore stehen: Sie schaffen Strukturen für gemeinsames Handeln.